
ERC verliert auch Spiel zwei nach großem Kampf
Der ERC Ingolstadt hat auch das zweite Duell gegen die Eisbären Berlin äußerst knapp mit 3:4 verloren. Dabei zeigten die Panther über drei Drittel eine tolle Leistung und hätten mindestens die Verlängerung verdient gehabt. Die Zuschauer sahen eine packende Play-Off Partie und machten die Saturn-A…
Thomas Greilinger mit dem Torschuss zum 1:1. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Der ERC Ingolstadt hat auch das zweite Duell gegen die Eisbären Berlin äußerst knapp mit 3:4 verloren. Dabei zeigten die Panther über drei Drittel eine tolle Leistung und hätten mindestens die Verlängerung verdient gehabt. Die Zuschauer sahen eine packende Play-Off Partie und machten die Saturn-Arena zu einem Hexenkessel.
Man merkte ab der ersten Sekunde, dass die Play-Offs begonnen haben. Es war ein sehr intensives Spiel, indem um jeden Quadratzentimeter Eis gekämpft wurde. Auch auf den Rängen herrschte eine außergewöhnlich gute Stimmung von Beginn an bis zur 60. Minute. Den besseren Start erwischten wieder die Eisbären, die durch einen abgefälschten Schuss zur frühen 1:0 Führung kamen. Mads Christensen fälschte einen Schlenzer von Jens Baxmann ab (3.). Es war ein Spiel mit offenem Visier – beide Teams versteckten sich nicht und zogen immer wieder direkt zum Tor. Die erste ERC-Möglichkeit hatte Felix Schütz, dessen Nachschuss nach einem Versuch von Dominic Walsh das Ziel verfehlte (5.). Aber auch die Eisbären blieben stets gefährlich. Frank Hördler kam frei zum Abschluss. Ein toller Wechsel der Reihe um Christoph Gawlik, Peter Schaefer und Thomas Greilinger brachte schließlich bei vier gegen vier den Ausgleich. Zunächst verpasste Gawlik noch aus dem Slot, wenig später zog Greilinger aber aus spitzem Winkel voll durch und setzte die Scheibe ins Kreuzeck – 1:1 (10.). Etwas Glück hatten die Panther bei einem Break durch Derrick Walser direkt nach Wiederbeginn – Gordon rettete. Fortan bestimmte aber der ERC das Spiel, doch Gawlik (13.), Buzas (15.), Waginger (16.) und Motzko (17.) scheiterten allesamt an Rob Zepp im Tor der Berliner. Aber auch die Eisbären kamen hin und wieder zu sehr guten Möglichkeiten bei Kontern. Bei einer zwei gegen eins Situation machte es Stefan Ustorf selber und fand in Gordon seinen Meister. Gut eine Minute vor Ende des ersten Drittels gab es aber doch noch die kalte Dusche für den ERC, als Bryce Lampman die Scheibe an André Rankel verlor. Der Berliner bediente T.J. Mulock, der mutterseelenallein aus zentraler Position in Richtung Tor unterwegs war und Ian Gordon erfolgreich verlud – 2:1 für Berlin.
Auch im zweiten Drittel ging es genauo intensiv weiter. Die erste Großchance konnte der ERC bei einer Zwei-gegen-eins Situation für sich verbuchen – Joe Motzko probierte es selbst, aber kam an Rob Zepp nicht vorbei. Die erste Strafzeit des Abends kassierte Christian Chartier, wenngleich dieser Pfiff sehr hart war. Die Panther warfen sich in die Schüsse und konnten das Gegentor lange Zeit verhindern, doch kaum waren sie wieder komplett, klingelte es doch noch. Richie Regehr traf von der blauen Linie aus ins Kreuzeck – 3:1 Berlin (26.). Doch der ERC fand schnell eine Antwort – ebenfalls im Powerplay. Sven Felski saß aus der Sünderbank und Christoph Gawlik war mit einem Schuss durch die Beine von Rob Zepp erfolgreich (27.). Die größte Chance zum Ausgleich hatten die Ingolstädter bei einer vier gegen drei Überzahlsituation zur Mitte der Partie. Sie machten viel Druck, aber die Scheibe wollte nicht ins Tor. Die Berliner überstanden diese Überzahl und schlugen selbst eiskalt zu. Doppeltorschütze Mads Christensen versenkte in der 32. Minute die Scheibe per Schlenzer zum 4:2. Ian Gordon sah dabei nicht gut aus und musste seinen Platz wenig später für Markus Janka räumen. Die Berliner hatten das Momentum nun auf ihrer Seite und hätten das Ergebnis noch höher schrauben und mindestens für eine Vorentscheidung sorgen können – Chancen waren da, darunter auch ein vier Minuten langes Überzahlspiel aufgrund einer doppelten Strafzeit gegen Colin Forbes wegen Check von hinten und unnötiger Härte. Es blieb aber beim 4:2 nach 40 Minuten.
Im letzten Drittel versuchten die Panther noch einmal alles. In Überzahl wurde allerdings nicht genug Druck auf das Tor der Eisbären ausgeübt, das gilt es am Sonntag besser zu machen. Rick Girard war es, der die Panther in der 51. Minute auf 3:4 heranbrachte. Drei Minuten vor dem Ende bekam der ERC noch ein Überzahlspiel zugesprochen, doch der Ausgleich wollte nicht fallen - auch nicht mit dem sechsten Feldspieler, der für Janka in der letzten Minute kam. Am Sonntag müssen die Panther nun in Berlin gewinnen.
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