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Derek Hahn erzielte zwei Tore. Foto: ISPFD
Saison

Effektiveres Powerplay macht den Unterschied

Die Zuschauer sahen ein sehr gutes Eishockeyspiel mit viel Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist von beiden Teams. Der ERC war bei fünf gegen fünf die bessere Mannschaft was auch die Schussstatistik von 37:21 zugunsten des ERC zeigt, doch die Effektivität in Überzahl war schließlich für den Mannhe…

Derek Hahn erzielte zwei Tore. Foto: ISPFD

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Die Zuschauer sahen ein sehr gutes Eishockeyspiel mit viel Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist von beiden Teams. Der ERC war bei fünf gegen fünf die bessere Mannschaft was auch die Schussstatistik von 37:21 zugunsten des ERC zeigt, doch die Effektivität in Überzahl war schließlich für den Mannheimer Sieg ausschlaggebend.

Die Panther legten wieder los wie die Feuerwehr und konnten die Adler in der Anfangsphase stark unter Druck setzen. Die besten Chancen hatten Felix Schütz direkt vor dem Tor und Joe Motzko aus einer sehr guten Schussposition, doch zweimal war Adler-Schlussmann Felix Brückmann (Stammtorhüter Freddy Brathwaite musste mit Leistenproblemen aussetzen) dazwischen. Die erste gute Möglichkeit für die Adler hatte Adam Mitchell – bei einer drei gegen eins Situation versucht er es selbst und zog gegen Gordon den Kürzeren. In der Folge stellten sich die Unparteiischen in den Mittelpunkt und schickten reihenweise Spieler auf die Strafbank. Zunächst konnte sich der ERC noch erfolgreich wehren. Christoph Ullmann vergab zweimal aus aussichtsreicher Position und dann kam es sogar noch besser, weil sich Derek Hahn in Unterzahl durchsetzte und die Scheibe zum 1:0 in den Winkel schlenzte (10.). Die nächste Strafzeit gegen Jeff Likens hatte dann aber negative Folgen. Chris Lee zog von der blauen Linie ab und Ken Magowan fälschte die Scheibe unhaltbar für Ian Gordon zum 1:1 Ausgleich ab. Ein Überzahlspiel für Ingolstadt im Anschluss wurde zwar gut von den Panthern gespielt, allerdings fiel kein Treffer. Effektiver waren die Adler, die auch ihr nächstes Powerplay in ein Tor ummünzen konnten, wieder durch einen Schuss von der blauen Linie, diesmal aber nicht abgefälscht – Torschütze war Yannick Lehoux (18.). Zum Abschluss des ersten Drittels bekamen die Panther die Möglichkeit für mehr als eine Minute mit fünf gegen drei Überzahl zu spielen. Dabei setzte Ficenec die Scheibe aus kurzer Distanz an den Pfosten – es blieb beim 1:2 nach 20 Minuten obwohl der ERC insgesamt die deutlich aktivere Mannschaft war.

Die Panther begannen das zweite Drittel mit einem Überzahlspiel, aber die Effektivität ließ insgesamt zu wünschen übrig. Ficenec probierte es zweimal, ansonsten konnten die Adler immer wieder klären. Die Ingolstädter blieben bei fünf gegen fünf das bessere Team und kamen durch Aquino und Derek Hahn zu zwei guten Möglichkeiten. Auch im Mittelabschnitt standen die beiden Schiedsrichter wieder im Fokus. Zunächst wurden zwei Strafzeiten gegen die Adler angezeigt, ausgesprochen wurde aber hinterher nur eine gegen Yannic Seidenberg. Dem noch nicht genug bekam wenig später Tim Hambly zwei Minuten aufgebrummt wegen Stock-Checks – eine glasklare Fehlentscheidung. Auch dieses Powerplay konnten die Gäste durch den zweiten Treffer von Yanick Lehoux per Direktschuss wieder nutzen – 3:1 (36.). Der Spielverlauf war etwas auf den Kopf gestellt. Aber die Panther machten weiter und schlugen durch Derek Hahn zurück. Aus der Luft verwandelte Hahn die Scheibe, nachdem Brückmann einen Schlenzer von Greilinger nur nach oben abwehren konnte (37.). Greilinger und Reich hatten sogar noch zwei Möglichkeiten zum Ausgleich vor der zweiten Drittelsirene.

Auch das letzte Drittel hatte es in sich. Der ERC blieb bei fünf gegen fünf die bessere Mannschaft, doch die Panther verpassten es in Überzahl ein Tor zu erzielen. Es fehlte einfach der Zug zum Tor. Mannheim kam nur sporadisch zu Chancen, so wie in der 45. Minute als Ian Gordon sensationell gegen Christoph Ullmann rettete. Der ERC blieb am Drücker und kam durch Aqunio und Motzko zu zwei erstklassigen Möglichkeiten. Tim Hambly war es schließlich, der sein Team und die Fans erlöste und zum hochverdienten 3:3 Ausgleich einnetzte, auch in dieser Szene sah Adler-Schlussmann Felix Brückmann nicht gut aus. Allerdings hatte der Mannheimer Torhüter auch super Szenen wie zum Beispiel gegen Kris Sparre, der völlig frei vor ihm auftauchte (56.). Zwischenzeitlich bekamen die Panther noch ein Überzahlspiel zugesprochen, doch auch dieses blieb ohne Torerfolg. Die Adler hingegen waren in Sachen Chancenverwertung das bessere Team. Auch das vierte Tor fiel wie die drei anderen zuvor – Gordon wurde geschickt die Sicht versperrt und es reichte ein Schlenzer von der blauen Linie durch Nikolai Goc zum 4:3 Siegtreffer. 40 Sekunden vor Schluss machte Ken Magowan mit dem EmptyNetGoal den Deckel drauf. Der ERC bleibt trotz dieser Niederlage Tabellenführer der DEL.

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Jubel über das 1:0 durch Derek Hahn in Unterzahltor. Foto: ISPFD
Jubel über das 1:0 durch Derek Hahn in Unterzahltor. Foto: ISPFD
Die Adler-Stürmer stellten sich in Überzahl konsequent vor das Tor  und versperrten Ian Gordon die Sicht. Foto: ISPFD
Die Adler-Stürmer stellten sich in Überzahl konsequent vor das Tor und versperrten Ian Gordon die Sicht. Foto: ISPFD