
4:0 Führung reicht nicht gegen den Meister
Im Duell gegen ihren direkten Verfolger in der Tabelle, die Eisbären aus Berlin verspielten die Panther im zweiten Drittel eine 4:0 Führung und verloren schließlich nach Penaltyschiessen mit 4:5. Damit fällt der ERC in der Tabelle auf den vierten Platz zurück.
Am Ende stand nur ein Punkt zu Buche obwohl drei verdient gewesen wären. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Im Duell gegen ihren direkten Verfolger in der Tabelle, die Eisbären aus Berlin verspielten die Panther im zweiten Drittel eine 4:0 Führung und verloren schließlich nach Penaltyschiessen mit 4:5. Damit fällt der ERC in der Tabelle auf den vierten Platz zurück.
Es wird schon fast zur Gewohnheit bei den Panthern, denn erneut legten sie gleich vom Anfangsbully an voll los. Nachdem erst noch Derek Hahn frei vor dem Tor scheiterte (3.) und Joe Motzko nur den Pfosten traf (5.), markierte dann Luciano Aquino in der sechsten Minute, nach einem starken Pass von Tyler Bouck das 1:0. Die Panther spielten sich nun in einen Rausch, den auch nach dem Tor ging es unvermindert weiter: Kris Sparre (6.), Stephan Retzer (7.) und – der ERC mittlerweile in Unterzahl – Jared Ross scheiterten an Rob Zepp im Tor der Gäste bzw. am Pfosten. Doch keine Minuten später schon der nächste Konter, den Kris Sparre dieses Mal zum 2:0 abschließen konnte. Die Eisbären in der Defensive auch danach völlig von der Rolle, denn erneut nur wenige Sekunden später fingen sich die Gäste, immer noch in Überzahl, den nächsten Break ein. Jared Ross scheiterte aber an Rob Zepp, der in dieser Phase als einziger Berliner Normalform zeigte. Drei Minuten später waren dann auch die Schanzer zum ersten Mal mit einem Spieler mehr auf dem Eis und machten es besser. Von der blauen Linie sorgte Prestin Ryan für das 3:0. In Überzahl lief es jetzt, denn auch das nächste Powerplay beendeten die Gastgeber vorzeitig. Nach einem wunderschönen Spielzug über Thomas Greilinger und Jakub Ficenec kam die Scheibe schließlich zu Derek Hahn in die Mitte, der ins leere Tor einnetzte (17.). Kurz vor Ende des Drittels kamen dann aber auch die Gäste aus der Hauptstadt zu ihrer ersten Großchance, doch T.J. Mulock scheiterte direkt vor dem Tor an Ian Gordon.
Der deutsche Meister begann den zweiten Durchgang in Überzahl und war jetzt spürbar besser, als noch im ersten Drittel. In der 26. Minute konnte Ian Gordon noch eine Großchance von Julian Talbot zunichtemachen. Doch anschließend zeigte die Berliner schließlich, dass sie doch eines der besseren Powerplays der Liga haben. Beim vierten Versuch an diesem Abend markierte Barry Tallackson das 1:4 aus Sicht der Gäste (27.). Durch zwei ziemlich unglückliche Gegentreffer wurde das Spiel dann schließlich wieder komplett offen. Erst wehrte Ian Gordon einen Schuss von Julian Talbot mit dem Schoner genau auf den Stock von James Sharrow ab, von wo er dann ins Tor sprang (29.). Und als dann mit Jakub Ficenec wieder einmal ein Panther von Schiedsrichter Daniel Piechaczek auf die Strafbank geschickt wurde trudelte ein verunglückter Schuss von T.J. Mulock ins Tor, nachdem die Scheibe zuvor mehrmals abgefälscht wurde (34.). Das, womit wohl nach dem ersten Drittel keiner mehr gerechnet hatte, passierte dann in der 39. Spielminute: Der Kapitän der Eisbären, Stefan Ustdorf, persönlich glich das Spiel mit seinem Schlenzer zum 4:4 aus. Im dritten Drittel ging es nun also wieder bei null los
Und auch da gehörte den Eisbären wieder die erste gute Chance, doch Gordon rettete gegen Tallackson (42.). Aber auch die Panther mit guten Möglichkeiten, wie bei einem Schlenzer von Ross (45.). Es war nun das erwartete, enge Spiel zwischen zwei Teams auf Augenhöhe, so dass es kaum noch zu guten Torszenen kam. Folglich fiel auch kein Tor mehr, so dass es in die Verlängerung musste.
Doch in den fünf Zusatzminuten passierte nicht wirklich viel, so dass die Partie schließlich über die volle Länge gehen musste und im Penaltyschiessen entschieden werden sollte. Da trafen auf Seiten der Gäste Barry Tallackson und Tyson Mulock, während beim ERC Kris Sparre und Derek Hahn vergaben.
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