
ERC muss sich Mannheim zum Saisonauftakt knapp geschlagen geben
Gegen den Vizemeister und Halbfinalgegner der letzten Saison unterlag der ERC in einem intensiven Spiel am Ende knapp mit 1:2. Beide Teams standen kompakt in der Defensive, doch die konsequente Chancenvewertung und zwei entscheidende Fehler in der Defensive kosteten den ERC letztlich den Punktgew…
Nur einmal fand die Scheibe den Weg ins Mannheimer Tor. Foto: Adalbert Michalik - www.kbumm.de
Gegen den Vizemeister und Halbfinalgegner der letzten Saison unterlag der ERC in einem intensiven Spiel am Ende knapp mit 1:2. Beide Teams standen kompakt in der Defensive, doch die konsequente Chancenvewertung und zwei entscheidende Fehler in der Defensive kosteten den ERC letztlich den Punktgewinn.
Beide Teams gingen von Beginn an ein hohes Tempo, wobei der ERC sofort versuchte das Heft in die Hand zu nehmen. Die erste Torchance hatte Jakub Ficenec aus dem Slot in der zweiten Minute, allerdings ging sein Versuch über das Tor. Auf der anderen Seite tauchte Ronny Arendt gefährlich vor Markus Janka, der den Vorzug vor Ian Gordon erhalten hatte, auf. In den folgenden Minuten setzte der ERC die Adler stark unter Druck und schnürte sie phasenweise in deren Drittel ein, allerdings blieben hochkarätige Torchancen aus. Eine Neuerung in dieser Saison ist der sogenannte „Powerbreak“, dabei handelt es sich um eine 90-sekündige Werbepause zur Hälfte jeden Drittels. Dem ERC tat diese Zwangspause allerdings nicht besonders gut, danach war der Drang verflogen. Die erste Strafzeit der Partie kassierte Neuzugang Björn Barta in der 14. Minute. Yannic Seidenberg (frei vor Janka) und Yanick Lehoux von der blauen Linie hatten die besten Möglichkeiten für die Adler. Das 0:0 hatte auch noch nach zwanzig Minuten Bestand, auch weil Thomas Greilinger beim ERC (17.) und Christoph Ullmann für die Adler (18.) jeweils aus aussichtsreichen Möglichkeiten kein Kapital schlagen konnten.
Gleich nach Wiederbeginn hätte Thomas Greilinger eigentlich das 1:0 für den ERC machen müssen, nachdem er einen Nachschuss (Hager hatte geschossen) nicht verwandeln konnte. Die Adler taten nicht sonderlich viel für ihr Spiel nach vorne, aber auch der ERC tat sich schwer gute Torchancen herauszuspielen. So war es nicht verwunderlich, dass ein individueller Fehler für einen Treffer verantwortlich war. Chris Heid verlor in der eigenen Zone die Scheibe an Yanick Lehoux, der legte quer auf den völlig freistehenden Frank Mauer – 1:0 Mannheim (26.). Ein weiterer Scheibenverlust von Patrick Hager nur eine Minute später hatte zum Glück keine weiteren Folgen, weil Markus Janka sensationell gegen Adam Mitchell rettete, der in Penaltymanier auf den ERC-Torhüter zustürmte (27.). Thomas Greilinger (30.) und Derek Hahn (31.) sorgten zwar zwischendrin nochmal für Gefahr vor Dennis Endras, aber wirklich viel Gefährliches ließen die Adler nicht zu. Das erste Powerplay des ERC brachte keine Besserung, im Gegenteil: Nicht einen Torschuss konnte der ERC für sich verbuchen, stattdessen konnte Mannheim in Unterzahl einen drei-gegen-eins Konter fahren, den Markus Janka aber gegen Yannic Seidenberg entschärfte. Eine Minute vor Ende des zweiten Drittels hatte Tyler Bouck bei einem Abpraller nach einem Schuss von John Laliberte das leere Tor vor sich.
Der ERC kam engagiert aus der Kabine und hatte auch gleich durch Joe Motzko eine Torchance. Die nächste Gelegenheit hatte dann auch einmal Auswirkungen auf den Spielstand – Tim Conboy kam relativ frei zum Abschluss und schlenzte die Scheibe zum vielumjubelten Ausgleich in den linken Winkel (42.). Dieses Tor gab den Panthern Auftrieb. Um ein Haar hätte Tyler Bouck mit der nächsten Möglichkeit die Führung erzielt, aber Endras hatte was dagegen – für seinen Einsatz bekam Bouck noch zwei Minuten aufgebrummt. Die Panther überstanden zwar die Unterzahlsituation, allerdings gerieten sie dennoch erneut in Rückstand, weil Matthias Plachta mit einem harmlosen Schlenzer den Weg durch die Beine von Markus Janka fand (46.). Der ERC erholte sich nur langsam von diesem Rückschlag. Die beste Chance zum erneuten Ausgleich hatte wieder Tyler Bouck, der aus aussichtsreicher Position direkt abzog, aber nur den Pfosten traf (51.). Der ERC versuchte in den letzten Minuten zwar noch einmal Druck aufzubauen, aber auch mit einem sechsten Feldspieler klappte der Ausgleich nicht mehr.
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