
Sechs-Punkte-Wochenende perfekt
Der ERC Ingolstadt hat durch einen beeindruckenden Heimsieg über den derzeitigen Tabellenführer der DEL, die Kölner Haie, das erste Sechs-Punkte-Wochenende unter Dach unf Fach gebracht und rückt einen weiteren Rang auf den vierten Platz in der Tabelle vor. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel…
Zwei Treffer steuerte John Laliberte zum Sieg über den Spitzenreiter der DEL bei. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Der ERC Ingolstadt hat durch einen beeindruckenden Heimsieg über den derzeitigen Tabellenführer der DEL, die Kölner Haie, das erste Sechs-Punkte-Wochenende unter Dach unf Fach gebracht und rückt einen weiteren Rang auf den vierten Platz in der Tabelle vor. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten bekamen die Ingolstädter die Partie im zweiten und letzten Drittel immer besser in den Griff und gingen als verdienter Sieger vom Eis.
Die 3.540 Zuschauer bekamen ein kurzweiliges Spiel mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten zu sehen. Fünf gegen fünf wurde im ersten Drittel nur selten gespielt, obwohl es keine überharte Partie war. Die erste gute Möglichkeit hatte Kris Sparre, der nach nur neun Sekunden völlig freistehend etwas unverhofft an die Scheibe kam, aber aus fünf Metern Torhüter Youri Ziffzer nicht überwinden konnte. Die Haie kamen aber ebenfalls schnell auf Betriebstemperatur und deuteten früh an, warum sie auf Platz eins der DEL stehen. Die erste Strafzeit kassierte Derek Dinger in der vierten Spielminute. Es dauerte keine zehn Sekunden bis die Haie ihr Überzahl nutzten. Ein Schuss von der blauen Linie durch Daniel Tjarnqvist wurde von Alexander Weiß erfolgreich abgefälscht – 1:0 KEC. Eine Minute später kassierte Joe Motzko die nächste Strafzeit, doch durch weitere Hinausstellungen gegen Nathan Robinson und Felix Schütz wurde aus einer 5-4 Überzahl eine 3-5 Unterzahl gegen Köln. Auch der ERC ließ sich nicht lange bitten und nutzte den Platz auf dem Eis zum Ausgleich. Der Treffer war praktisch eine Kopie des 1:0 – ein Schuss von Michel Périard wurde von Joe Motzko im Slot entscheidend abgefälscht (7.). Die Haie blieben aber gelassen und nutzten die nächste Gelegenheit eiskalt zur erneuten Führung: Felix Schütz setzte Philip Gogulla erfolgreich in Szene, der zum 2:1 einschob. Eine weitere Strafzeitenflut gegen Chris Heid (ERC) und Kevin Lavallee und John Tripp führte letztlich wieder zu einer fünf gegen drei Überzahlsituation worüber die Haie sehr haderten. Der ERC nutzte die große Chance wieder zu einem Treffer. Thomas Greilinger scheiterte noch an Ziffzer, doch der Nachschuss von John Laliberte fand den Weg in die Maschen – die Partie war wieder ausgeglichen – 2:2. Durch eine weitere Strafzeit gegen Björn Krupp hatte der ERC noch einmal die Möglichkeit mit zwei Mann mehr Powerplay zu spielen. Auch diesmal schlugen die Ingolstädter eiskalt zu. Michel Périard traf mit seinem zweiten Versuch auf Zuspiel von Derek Hahn zum 3:2 (17.). Der ERCI konnte diesen Vorsprung mit in die erste Drittelpause nehmen.
Direkt nach Wiederbeginn erhöhten die Schanzer sogar auf 4:2. Jared Ross bekam die Scheibe von Tim Hambly und vollstreckte nach nur 17 Sekunden. Die Haie mussten sich von diesem Treffer erst erholen. Björn Barta hatte die nächste gute Chance auf dem Schläger, als er mit Geschwindigkeit inds Angriffsdrittel kam und vor das KEC Tor zog, aber in Youri Ziffzer seinen Meister fand (24.). Patrick Hager kassierte anschließend die einzige Strafzeit des Drittels. Nachdem diese überstanden war bekam Hager den Puck von der Strafbank kommend, sodass sich dem ERC eine Zwei-gegen-eins Situation eröffnete, doch sein Versuch ging über das Tor. Die nächste gute Tormöglichkeit der Panther konnte Youri Ziffzer wieder vereiteln – John Laliberte tauchte alleine vor dem Kölner Keeper auf (28.). Auf der anderen Seite kamen die Kölner Haie etwas überraschend zum 4:3 Anschlusstreffer zu diesem Zeitpunkt. Rok Ticar versuchte es direkt nach Bullygewinn und die Scheibe rutschte Gordon zwischen die Beine (29.). Doch direkt im Anschluss zeigte Gordon wieder warum er zu den besten seines Fachs gehört und entschärfte ein Break von Rok Ticar. Es blieb bei der knappen ERC-Führung nach 40 Minuten.
Der ERC konnte die Führung auch im letzten Drittel behaupten und sogar noch ausbauen. Thomas Greilinger (44.), Derek Hahn (46.) und Jared Ross (51.) scheiterten jeweils an Youri Ziffzer, aber zwei Minuten später war es wieder Jared Ross, der vor das Tor zog und einen unfreiwilligen Salto auf das Eis legte, weil er Kölner Torhüter hängen blieb, doch die Scheibe lag frei vor dem Tor und John Laliberte staubte zum 5:3 ab. Nach wüsten Protesten von Ziffzer schauten sich die Schiedsrichter zwar das Tor nochmals auf Video an, aber es blieb beim Treffer für den ERC. Den Schlusspunkt setzte Patrick Hager in Unterzahl vier Minuten vor Schluss. Uwe Krupp nahm seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch bei einer Befreiung schob Patrick Hager die Scheibe ins leere Tor zum 6:3 Endstand und besiegelte somit den zweiten Sieg an diesem Wochenende.
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