
Doppelschlag entscheidet die Partie
Am Freitagabend gewannen die Ingolstädter Panther gegen die Krefeld Pinguine in der Saturn Arena vor 3135 Zuschauern mit 4:2.
Jakub Ficenec
Am Freitagabend gewannen die Ingolstädter Panther gegen die Krefeld Pinguine in der Saturn Arena vor 3135 Zuschauern mit 4:2.
Es war ein zerfahrender Beginn von beiden Teams, allerdings war von Beginn an Tempo und Einsatz in der Partie. Die erste heikle Situation musste die Raubkatzen ab der siebten Minute überstehen, als die Unparteiischen Tim Hambly wegen Beinstellens in die Kühlbox schickten, aber mit einem guten Penaltykilling und einer tollen Reaktion von Ian Gordon hatten die Pinguine gerade einmal eine einzige Möglichkeit mit einem Fernschuss. Die erste Chance verbuchten die Panther in der 14. Spielminute, als Craig Weller im Rückraum von Christoph Gawlik schön bedient wurde, aber Keeper Tomas Duba konnte die Scheibe noch abtropfen lassen. Fast im Gegenzug musste Ian Gordon allerdings auch sein ganzes Können aufbieten, als Francois Methot aus unmittelbarer Nähe zum Schuss kam. Jared Ross vergab danach einen Schuss kläglich und John Laliberte verpasste zweieinhalb Minuten vor der Drittelsirene mit einem wuchtigen Schuss die Möglichkeit zum Führungstreffer für die Gastgeber, die sich zu diesem Zeitpunkt in Überzahl befanden.
Auch das zweite Drittel begann mit Strafzeiten für beide Teams, so dass zunächst kein vernünftiges Spiel aufkommen wollte. In Unterzahl war es dann Christoph Gawlik, der bis dahin agilste Spieler des ERCI, der Duba im Kasten der Krefelder erneut prüfte. Als Jeff Likens dann nach acht gespielten Minuten im zweiten Abschnitt wegen Beistellens vom Eis musste, waren die Gäste hellwach. Francois Methot nutze nur wenige Sekunden danach gleich das erste Zuspiel zum Führungstreffer für den KEV.
Wenig später vergaben die Gastgeber auch noch die Möglichkeit binnen 74 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis die Partie auszugleichen, Es fiel ihnen in dieser Situation einfach zu wenig ein um den Kasten von Duba ernsthaft in Gefahr zu bringen. Knapp fünf Minute vor dem zweiten Pausentee gelang es jedoch Kris Sparre im zweiten Anlauf das 1:1 zu markieren. Duba kann die Scheibe wieder nicht festhalten und Sparre fällt der Puck in der Rückwärtsbewegung noch einmal vor die Kelle. Er zog einfach durch und Der Puck zappelte plötzlich im Netz des Krefelder Kastens.
Und nur gute zwei Minuten später gelang ihnen durch John Laliberte auch noch der Führungstreffer. Derek Hahn brachte die Scheibe in das Angriffsdrittel, passte nach rechts und Sean O'Connor sah Laliberte am linken Pfosten völlig frei und der brauchte das kleine Hartgummi nur noch einzudrücken.
Drei Minuten nach Wiederbeginn fielen die Panther jedoch wieder in das zuletzt bekannte Muster. Völlig unbedrängt leisteten sie sich in der Defensive einen Abspielfehler nach dem anderen und einen davon nutzt schlussendlich Richard Pavlikovsky zum 2:2, ein Treffer, den sich sicherlich Craig Weller anlasten musste.
Wenig später versuchten die Panther zwar mit Druck die Krefelder in Bedrängnis zu bringen und eher aus heiterem Himmel erzielte Jakub Ficenec bei seinem 500. Einsatz für den ERCI mit einem Schlenzer das 3:2, ein Tor, bei dem Duba im Kasten des KEV nicht gerade glücklich aussah. Joe Motzko legte wenige Sekunden später beim ersten wirklich durchdacht wirkenden Spielzug das 4:2 nach und sorgte damit für einen Doppelschlag, von dem sich Krefeld nicht mehr zu erholen wusste. Da half es am Ende auch nichts mehr, dass Rick Adduono 60 Sekunden vor dem Ende seinen Keeper vom Eis nahm und die Pinguine durch Herberts Vasiljevs wenige Sekunden vor dem Ende noch das 4:3 erzielen konnte.
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