
ERCI gleicht aus
Playoff-Runde 1, zweites Match vor fast ausverkauftem Publikum (4381 Zuschauer) in der Saturn Arena. Die Raubkatzen erlegten am Ende die Pinguine mit 4:1 und gleichen in der Best-of-seven Serie zum 1:1 aus.
Die Lunge des ERCI, John Laliberte
Playoff-Runde 1, zweites Match vor fast ausverkauftem Publikum (4381 Zuschauer) in der Saturn Arena. Die Raubkatzen erlegten am Ende die Pinguine mit 4:1 und gleichen in der Best-of-seven Serie zum 1:1 aus.
Die Panther legten los wie die Feuerwehr. Von Beginn an drückten die Jungs von Rick Nasheim auf das Tempo und der körperlich enorm starke Craig Weller vergab die ersten beiden Einschussmöglichkeiten. Bei der ersten Überzahlsituation hämmerte Joe Motzko den Puck an den Pfosten und Derek Hahn vergab aus aussichtsreicher Position im Slot nur knapp. In den ersten zehn Minuten überboten sich die Panther nahezu im Auslassen der besten Chancen. Nach elf Minuten und vier Sekunden war der Bann jedoch gebrochen und die Gastgeber belohnten sich für ihre Überlegenheit. Richard Pavlikovsky saß noch wegen Hakens auf der Bank, als sich Joe Motzko einen Abpraller schnappte, in die Mitte zog und voll draufhielt: 1:0.
Daraufhin ließ der Druck der Panther etwas nach, was sich allerdings sofort rächen sollte. In Sachen Effektivität zeigten sich die Pinguine besser als der ERCI. Mit ihrer zweiten Möglichkeit stellten sie von der rechten Bande durch einen Schuss von Mark Voakes den 1:1 Ausgleich her (14.).
Danach war es bis zum Ende des ersten Abschnittes ein Spiel auf Augenhöhe, ohne klare Vorteile für eine Mannschaft, obwohl es bei gegnerischer Überzahl noch einen Lattenschuss der Gäste gab, Joe Motzko saß gerade wegen einer umstritten Behinderung am gegnerischen Keeper Scott Langkow auf der Sünderbank.
Gleich nach Wiederbeginn bot sich dem ERCI dann die Chance 107 Sekunden lang mit zwei Mann mehr zu spielen. Und diesmal nutzten die Panther ihre Chance nach wenigen Sekunden eiskalt aus. Über Derek Hahn und Thomas Greilinger kommt die Scheibe nach rechts und Michel Periard zog voll durch und Langkow hatte erneut das Nachsehen. Der Keeper ging daraufhin verletzt vom Eis und machte Platz für Tomas Duba.
Und auch er durfte bald hinter sich greifen. Michel Periard bedient Craig Weller und der steckt auf Jean Francois Boucher durch. In Penaltymanier kurvte der dieser von der rechten Seite auf Duba zu und steckte diesem den Puck zwischen die Schoner durch ins Tor.
Danach wurde die Partie vor allem eines: härter. Die Nicklichkeiten mehrten sich und beide Teams schenkten sich nichts, ließen keine Gelegenheit eines TrashTalks aus. Fünf Minuten vor der zweiten Sirene hat Thomas Greilinger alle Freiheiten. Über links stürmt er ins Angriffsdrittel und schießt auf das lange Eck. Die Scheibe prallt an den Pfosten und läuft einmal komplett an der Torlinie entlang zum linken Pfosten und von da aus dem Tor raus.
Im Schlussabschnitt suchten die Panther die Entscheidung und drängten auf das 4:1. Gebremst wurden sie in ihrem Vorwärtsdrang durch ein Halten von Jakub Ficenec, aber das Penaltykilling danach war bravourös. Die Pinguine kamen zu keinem einzigen Schuss. Danach war die Luft im Spiel etwas raus. Die Gastgeber kontrollierten die Partie nach Belieben aus einer soliden Defensive. Und nach dem 4:1, vier Minuten vor dem Ende durch einen Alleingang von Joe Motzko, war auch ergebnistechnisch für die Pinguine nichts mehr drin.
Jean Francois Boucher hatte nur wenige Augenblicke später sogar das fünfte Tor der Panther auf dem Schläger, aber sein Schuss wurde von Duba ins Netz abgefälscht. Zwei Minuten vor dem Ende erwies Daniel Pietta seinem Team noch einen Bärendienst und musste nochmal in die Kühlbox, so dass die Panther einen souveränen Sieg einfahren konnten.
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