
Krefeld erkämpft sich drei Matchbälle
Der ERC Ingolstadt hat das vierte Playoff-Viertelfinalspiel vor heimischen Publikum bitter mit 2:5 verloren und steht damit mit dem Rücken zur Wand. Der ERC braucht jetzt drei Siege in Folge um doch noch das Halbfinale zu erreichen. Die Unterschiede sind vor allem in den Special Teams, der Defens…
Jakub Ficenec musste verletzt das Eis verlassen. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Der ERC Ingolstadt hat das vierte Playoff-Viertelfinalspiel vor heimischen Publikum bitter mit 2:5 verloren und steht damit mit dem Rücken zur Wand. Der ERC braucht jetzt drei Siege in Folge um doch noch das Halbfinale zu erreichen. Die Unterschiede sind vor allem in den Special Teams, der Defensivleistung und den Leistungsträgern auszumachen. Krefeld hat in diesem Spiel gezeigt, warum sie das beste Auswärtsteam der Liga sind.
Sean O`Connor kehrte nach seiner Gehirnerschütterung ins ERC-Team zurück, dafür verletzte sich leider ERC-Verteidiger Jakub Ficenec während der Partie. Bereits nach zwölf Sekunden kassierten die Ingolstädter die erste Strafzeit. Der ERC verteidigte gut und verhinderte den frühen Gegentreffer, allerdings taten sich die Panther auch schwer offensiv entscheidend in Position zu kommen. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware, dennoch mussten die beiden Torhüter hin und wieder ihr Können unter Beweis stellen. Auf Krefelder Seite entschärfte Tomas Duba die Schüsse von Patrick Hager (7.) und Jakub Ficenec (8.) und Ian Gordon hielt einen Schuss von Mitja Robar bei einer Zwei-gegen-eins Situation (7.). Auch die zweite Strafzeit der Partie ging an Ingolstadt. Zwar spielten die Pinguine zunächst eigentlich ein Powerplay der Marke Katastrophe, aber letztlich reichte ihnen trotzdem eine Chance zum Torerfolg. Andreas Driendl bekam die Scheibe im Slot und verlud Ian Gordon (13.). Auch der ERC durfte noch im ersten Drittel einmal in Überzahl ran, doch außer bei einem Direktschuss nach Bullygewinn von Sean O`Connor blieb der Zug zum Tor aus. Dennoch schafften der ERC noch den Ausgleich im ersten Abschnitt. Björn Barta bediente Patrick Hager im Slot und der schob die Scheibe vorbei an Duba zum 1:1 ins Tor (18.). Krefeld kam zwar noch zwei, dreimal gefährlich vor das Tor der Ingolstädter, doch es blieb zunächst beim 1:1.
Einen haarsträubenden Scheibenverlust in der ERC-Hintermannschaft nutzten die Pinguine durch Herberts Vasiljevs nach nur 44 Sekunden im zweiten Drittel zur erneuten Gästeführung. Der ERC fand aber durch einen Nachschuss von Thomas Greilinger recht schnell wieder die passende Antwort und konnte erneut ausgleichen (23.). Das Spiel blieb spannend und wie im ersten Drittel waren hochkarätige Möglichkeiten nur selten zu sehen. Krefeld forderte in Überzahl Ian Gordon durch Fernschüsse, bei den Panther lief bei zwei Powerplaysituationen in der Folge wenig zusammen, nur Sean O`Connor konnte einen Schuss abfälschen und auch Thomas Greilinger versuchte es einmal per Fernschuss, trotzdem blieb das Überzahlspiel zu harmlos. Die Quittung bekamen die Ingolstädter noch vor der zweiten Pause. Herberts Vasiljevs kam von der Strafbank zurück und vollendete einen Konter zur 3:2 Führung für den KEV (39.).
Im Schlussdrittel setzte Michel Périard das erste Ausrufezeichen durch einen Lattenschuss (44.), aber das Tor machten wieder die Pinguine. Nachdem der ERC eine weitere Unterzahlsituation erfolgreich überstanden hatte, war es Boris Blank, der völlig frei vor Ian Gordon auftauchte und mit dem 4:2 die Weichen für die Krefelder endgültig auf Sieg stellte. Die Panther überstanden anschließend eine knapp zweiminütige vier gegen drei Unterzahlsituation. In den letzten zehn Minuten versuchten die Ingolstädter zwar noch einmal Druck aufzubauen, doch die Krefeld Pinguine standen gut und verteidigten den Vorsprung. Gleichzeitig musste Ian Gordon immer wieder mal eingreifen, da die Gäste die sich bietenden Freiräume nun für Konterangriffe nutzten. Der ERC war aber nicht spritzig genug um die Pinguine entscheidend in Bedrängnis bringen zu können. Drei Minuten vor Schluss bekamen die Panther noch eine Überzahlmöglichkeit, aber auch diese blieb ungenutzt, trotz zeitweiliger doppelter Überzahl, da Ian Gordon für einen sechsten Feldspieler ausgewechselt wurde. Den Schlusspunkt setzte Martin Schymainski mit dem 5:2 durch ein Empty-Net-Goal. Nach dem Schlusspfiff, kam es noch zu einer kurzen handfesten Auseinandersetzung zwischen Alexander Oblinger und Kyle Sonnenburg.
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