
Panther mit erstem Saisonsieg in Wolfsburg
Nach einem turbulenten dritten Drittel und dem Ausgleich erst 23 Sekunden vor Schluss hat der ERC Ingolstadt bei den Grizzly Adams Wolfsburg mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen. Den Siegtreffer erzielte Michel Périard.
Buchstäblich bis zur letzten Minute war das Spiel heiß umkämpft. Foto: Dirk Spicher
Nach einem turbulenten dritten Drittel und dem Ausgleich erst 23 Sekunden vor Schluss hat der ERC Ingolstadt bei den Grizzly Adams Wolfsburg mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen. Den Siegtreffer erzielte Michel Périard.
Nach dem beide Mannschaften ihre ersten Warnschüsse abgegeben hatten gingen die Gastgeber in der 6. Minute zum ersten Mal in Überzahl – und davon sollten noch einige folgen. In der 14. Minute waren die Wolfsburger, welche ihr erstes Saisonspiel in Straubing gewannen, dann sogar für eine knappe Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Die Ingolstädter Abwehr stand aber solide – auch ohne Jakub Ficenec, der ist die Reise nach einer Handverletzung aus dem Eröffnungsspiel gar nicht erst angetreten. Doch keine 20 Sekunden nachdem der ERC wieder komplett war schickte das Schiedsrichtergespann um Roland Aumüller und Eric Daniels mit Patrick Hager schon den nächsten Panther vom Eis. Die Wolfsburger blieben aber auch im vierten Anlauf erfolglos. Dies lag aber auch an dem erneut im Tor stehenden Timo Pielmeier, welcher alleine im ersten Durchgang 13 Schüsse abwehrte. Die beste Chance des ERC im ersten Durchgang hatte John Laliberte nach einer starken Einzelaktion, ehe er aber an Sebastian Vogl scheiterte (20.).
Der zweite Durchgang startete mit zwei Chancen für Wolfsburg, ehe sie dann in der 25. Minute erneute in Powerplayformation aufs Eis durften. Doch diese Strafzeit konnte der ERCI genauso wie noch eine weitere wenig später erfolgreich überstehen. Wie es besser geht zeigten sie dann selber: Nach den ersten zwei Strafen gegen Wolfsburg machte Travis Turnbull in doppelter Überzahl mit seinem ersten Saisontor das 1:0 (36.). Das sollten gleichzeitig auch die letzten Strafzeiten in der regulären Spielzeit gegen die Gastgeber bleiben.
Als Greg Classen zu Beginn des letzten Drittels auf die Strafbank musste war einiges geboten (43.). Zuerst erneut Turnbull in Unterzahl mit dem 2:0 für den ERC und nur wenig später gab es dann nach einem Foul einen Penalty für die Grizzly Adams. Marco Rosa überwand Pielmeier und verkürzte somit im siebten Powerplay auf 2:1 (45.). Die Wolfsburger drückten nun auf den Ausgleich und wurden belohnt – Jeff Likens mit dem 2:2 (52.). Eine Minute vor Schluss erzielte Benedikt Kohl dann sogar die erstmalige Führung für seine Farben, doch diese sollte nicht reichen. Denn 23 Sekunden vor Schluss war Laliberte erfolgreich auch wenn die Schiedsrichter vorher noch den Videobeweis zurate zogen.
Die Verlängerung war erst eine Minute alt, da musste Likens auf die Strafbank – und auch dieses Powerplay konnten die Panther nutzen. Michel Périard machte die Powerplayquote von 100% perfekt und holte den Extrapunkt nach Ingolstadt (63.).