
Legendäre ERC-Spiele: Das Virus-Derby
Markus Janka war der Spieler des Spiels in jenem unvergesslichem Derby gegen München. · Stefan Bösl / kbumm.de
Ein Jahr ist es auf den Tag genau her: Ein Noro-Virus hatte einen Großteil der Panther befallen. 13 Spieler fielen aus, just am Tag des Oberbayern-Derbys gegen den EHC Red Bull München. Die Regeln erforderten es, dass der ERC antreten musste. Heraus kam ein 0:5 und ein Spiel, das man nicht so schnell vergessen wird.
Der ERC bot im Olympia-Eisstadion gerade einmal acht Stammspieler auf, namentlich Janka, Köppchen, Conboy, Hambly, Turnbull, Hahn, Greilinger und Ross. Dazu stellten sich vier Förderlizenzspieler aus Regensburg – Ehmann, Sochatsky, Patocka und Schütz – der aussichtslosen Aufgabe. München trat hingegen mit gut gefülltem Kader an.
Das Derby der Tabellennachbarn war nach 80 Sekunden praktisch entschieden. Alexander Barta und Daniel Sparre hatten bis dahin den Spielstand auf 0:2 gestellt. Nick Palmieri legte in der 25. Minute das dritte Münchner Tor nach, Fabio Carciola in der 28. Minute das vierte Tor. Elf Minuten vor Ende traf Danny Richmond zum Endstand.
54 Mal hatten die Münchner auf Markus Jankas Tor geschossen, der in dieser Partie zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Die silberne Ehrung ging übrigens an Münchens Schlussmann Jochen Reimer – was für die Einstellung der Panther sprach. Sie kämpften im Rahmen ihrer Möglichkeiten und versuchten mit kurzen Wechseln das Energieniveau zu halten.
Sie hatten dazu die Fan-Unterstützung auf ihrer Seite. „Wenn wir wollen, stecken wir euch an“ war einer der scherzhaften Fangesänge aus der ERC-Kurve. Die Panther sammelten in diesem Spiel viele Sympathien in der Liga und den Zusammenhalt, der sie später auf dem Weg zum Meistertitel beflügeln sollte.
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