
Nummer 33 und Nummer 92
Björn Barta (links, hier in einem Spiel gegen Düsseldorf) ist wie sein Brüder Mittelstürmer - sie interpretieren die Position jedoch anders. · Jürgen Meyer
Seit heute ist offiziell, dass Alexander und Björn Barta zur kommenden Saison beim ERC Ingolstadt spielen werden. Im Folgenden stellen wir sie ausschnittsweise vor.
Frage
Die vermutlich am häufigsten gestellte Frage an Alexander und Björn Barta hat nun ein Ende: Wann stehen sie endlich im gleichen Team? Ab sofort beim ERC Ingolstadt. Zumindest ist diese Antwort richtig, wenn es um den Ligabetrieb geht. Im Nationalteam waren sie schon einmal gemeinsam aktiv.
Mittelstürmer
Björn war früher vor allem auf den Außen aktiv, entwickelte sich aber zum Center. Das ist Alexanders angestammte Position, die er auch in der Nationalmannschaft par excellence gespielt hat. Er gilt als umsichtiger Mittelstürmer und hat in 589 DEL-Spielen schon 208 Assists aufgelegt.
Spielstil
Trotz der gleichen Position hält sie Sportdirektor Jiri Ehrenberger für „verschiedene Spielertypen“. Björn hat aktuell die Arbeiterrolle inne, opfert sich in der Defensive auf und kämpft um jeden Puck wie ein Löwe. Alexanders Stärke ist die Technik und das Auge für die Spielsituation.
Nummern
Björn wird auch in der kommenden Saison wieder mit seiner 33 aufs Eis gehen (was übrigens auch seinem Punkteschnitt pro 100 Spiele entspricht). Alexander muss, wie schon in München, auf die 92 ausweichen. Seine 29 wird nicht mehr vergeben – in München wegen Joey Vollmer, in Ingolstadt zu Ehren der Torwartlegende Jimmy Waite.
Erfolge
Den Pokal des deutschen Meisters haben bereits beide Bartas in die Höhe gestemmt. Björn holte in seiner ersten DEL-Saison 2002 mit Köln den Titel, wie auch 2014 mit Ingolstadt. Alexander war 2005 mit Berlin erfolgreich. Er stand auch im DEL-Allstarspiel, als es das noch gab, und war achtmal bei der Weltmeisterschaft und einmal bei den Olympischen Spielen im Einsatz.
Hauptstadt
Berlin, wa? Die Heimatstadt der Bartas (auch wenn Björn in Solingen geboren wurde). Mit Patrick Köppchen, dem dritten Berliner beim ERCI, sind beide eng befreundet.
Schweden
Beide Bartas spielten schon im Land des nächsten deutschen WM-Gegners (Donnerstag, 20.15 Uhr). Björn ging in der Jugend zu Mora, weil die DEL die Ausländerbeschränkung aufgehoben hatte und einheimische Talente kaum mehr zum Einsatz kamen. Alexander wagte den Schritt später in seiner Karriere und spielte zuerst in Malmö (2011/12), danach für Rögle (2012/13). Beide gingen nach dem Schweden-Abenteuer nach Bayern. Nun spielen sie gemeinsam für Ingolstadt.
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