
Deutschland gegen Slowakei
Die Nationalmannschaft um Panther-Goalie Timo Pielmeier tritt heute gegen die Slowakei an. · ur
Nach einem Ruhetag trifft die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft heute auf die Slowakei. Nach zwei Niederlagen und einem Punkt zum Auftakt tut die DEB-Auswahl im Kampf ums Viertelfinale gut daran, Zählbares einzusacken. Sport1 überträgt die Partie ab 15 Uhr live.
Bundestrainer Marco Sturm hat die Reihen verändert und erhofft sich dadurch frischen Wind. Gerade die Torausbeute ist verbesserungswürdig. Timo Pielmeier, Panther-Torwart im DEB-Tor, berichtet in der heutigen Ausgabe des "Donaukurier" darüber auch in einer Kolumne. Gegen die Slowakei wird die Aufgabe aber nicht leicht.
Der Kader:
An erstklassigem Personal mangelt es der Slowakei nicht. Vier NHL-Stars stehen dem Team voran, darunter Kapitän Andrej Sekera. Der Edmontoner Mannschaftskollege von Deutschlands Hoffnungsträger Leon Draisaitl spielt eine starke Weltmeisterschaft und verteidigt nicht nur zuverlässig, sondern ist mit zwei Toren und einer Vorlage auch in der Offensive ein Faktor. Weiter setzt sich der Kader von Trainer Zdeno Ciger aus Spielern aus der KHL und den europäischen Top-Ligen zusammen. Etwa Juraj Mikus von Sparta Prag, auf das der ERCI am 6. August zur Saisoneröffnung treffen wird. Mikus ist ein 1,94 Meter großer Brocken - und neben ihm sind acht weitere Akteure 1,90 Meter oder größer. Die Slowaken sind auffällig hünenhaft aufgestellt, nur zwei Akteure unterschreiten die 1,80 Meter. Die Deutschen müssen auf hartes Körperspiel eingestellt sein.
Den kennt man:
Viele Spieler sind den regelmäßigen Zuschauern von Weltmeisterschaften und Deutschland Cup bereits bestens bekannt. Die Slowakei setzt auf Kontinuität auf den Schlüsselpositionen, hat aber gleichzeitig immer wieder auf einigen Positionen umgebaut. Die Osteuropäer schreiben so an einem weiteren Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte, die alle paar Jahre wieder ein langes Turnier beschert.
Was man sonst wissen sollte:
Seit der Jahrtausendwende stand die Slowakei dreimal im Endspiel einer Weltmeisterschaft. 2002 sprang sogar die Goldmedaille für die das Land mit seinen 8000 gemeldeten Eishacklern heraus. Sind die Topstars wie Zdeno Chara, Marián Hossa & Co. aber wie in den Vorjahren nicht an Bord, ist der Viertelfinaleinzug schon ein Erfolg für das 5,5-Millionen-Einwohner Land. Auch dieses Mal sind sie nicht mit dabei, sie werden dafür beim World Cup of Hockey im Herbst für Team Europe antreten. Der frühere slowakische Superstar Miroslav Satan betreut das Team dann als Manager. Mit Jungstar Martin Reway und anderen Krachern ist mit den Slowaken aber auch heuer zu rechnen. Sie gewannen ihre bisherigen beiden Partien.
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