
Viertelfinal-Einzug fixieren
Nach dem Coup gegen die USA kann die deutsche Auswahl heute das Viertelfinale fixieren. · ur
Die deutsche Nationalmannschaft hat ein Bravourstück vollbracht. 3:2 gewann die Mannschaft um ERC-Goalie Timo Pielmeier gegen die USA. Dies war nicht nur der erste WM-Sieg über die Nordamerikaner seit 1993, sondern gleichzeitig ein enormer Schritt Richtung Viertelfinale. Noch kann Frankreich (theoretisch) vorbeiziehen, sofern es aus den Partien gegen Kanada und Weißrussland mindestens fünf Punkte holt. Damit ist klar: Holt die deutsche Auswahl heute Abend gegen Ungarn (19.15 Uhr, live in Sport1) zwei oder drei Punkte, ist ihr das Viertelfinale nicht mehr zu nehmen.
Der Gegner:
Ungarn ist der underdog dieser Weltmeisterschaft. Der Aufsteiger war zuletzt sechs Jahre unterklassig und ist im Kader eher unnamhaft besetzt. Dann aber gelang den Ungarn die Überraschung: Nach 77 Jahren gewannen sie mal wieder eine Partie bei der A-Weltmeisterschaft (5:2 gegen Weißrussland, letzter Erfolg zuvor: 1939 gegen Belgien). Die Ungarn haben damit sogar den Klassenerhalt in den eigenen Händen. Darum werden sie besonders motiviert in die Partie gehen.
Der Kader:
Einen Namen kennt man in Ingolstadt noch sehr gut: Ungarns Trainer Rich Chernomaz, im Ligabetrieb als Sportdirektor in Frankfurt tätig, war in den Vormeisterjahren beim ERC tätig. Istvan Sofron griff in den vergangenen Jahren für Krefeld an. Mit Andrew Sarauer und Frank Banham stehen zwei Eingebürgte im Aufgebot. Für den 41-jährigen Banham könnte die heutige Partie sogar das letzte Spiel der durchaus sehenswerten Karriere (u.a. NHL, Finnland, Schweiz) sein. Punktbester Ungar dieser WM ist bislang der in Schweden ausgebildete Istvan Bartalis.
Das sollte man sonst wissen:
Die Ungarn und ihre Fans haben bei dieser Weltmeisterschaft viele Sympathien gesammelt. Sie traten geschlossen und leidenschaftlich auf. Zum Beispiel sangen sie nach einer Niederlage gemeinsam die Hymne.
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