Ein WM-Veteran im Interview über Dänemark: Kim Staal.
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WM-Serie: Dänemark

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Ein WM-Veteran im Interview über Dänemark: Kim Staal.

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18 Weltmeisterschaften hat Kim Staal (u.a. mal für die Starbulls Rosenheim tätig) für Dänemark absolviert. Das skandinavische Land hat sich in den vergangenen Jahren sichtlich gemausert und stellt nun eine ernst zunehmende Truppe im Kampf ums Viertelfinale. Wie es zu diesem Aufschwung kommen konnte, das verrät Staal im Interview.

Kim, was macht das Turnier so spannend für dich und dein Heimatland?

Staal: Für Dänemark ist das eine große Sache. Ich erinnere mich noch: Meine erste Weltmeisterschaft war damals noch in den Niederlanden, in Eindhoven. Es ist unglaublich, was in einer Spanne von zwei Jahrzehnten alles passieren kann. Manchmal ist sogar der Sprung ins Viertelfinale drin.

Du warst ein großer Faktor, dass sich Dänemark in der Top-Gruppe etabliert hat. Was würdest du sagen waren die Gründe, dass das dänische Eishockey so durchgestartet ist?

Staal: Es hat sich einfach sehr gut entwickelt. Vielleicht haben wir einfach eine gute Kombination gefunden von inputs aus anderen Eishockeykulturen. Als ich jung war, war es zum Beispiel üblich, dass wir über die Grenze nach Schweden sind, um dort im Nachwuchs zu spielen. Die heutige Generation geht den weiteren Weg. Dänemark hat junge Spieler, die NHL sind und dort ihren Durchbruch geschafft haben. Junge Spieler hängen nicht so sehr an Orten, sie sind beweglich.

Welche drei Spieler aus dem dänischen Team kommen Schlüsselrollen zu?

Staal: Da könnte man einige nennen: Oliver Lauridsen (KHL), der ein sehr dominanter Verteidiger ist. Mads Christensen (DEL), der mit 30 Jahren schon zehn Titel gewonnen hat. Torhüter Sebastian Dahm (EBEL), Mittelstürmer Peter Regin (KHL) und nicht zuletzt Nikolaj Ehlers (NHL) – der wird das nächste große Ding. Er ist unheimlich schnell und führt dabei die Scheibe exzellent.

Dänemark holt Gold, wenn…

Staal: (lacht) Tja, ich würde mal sagen: Wenn wir unser bestes Team beisammen haben, wenn alles für uns läuft und unsere Gegner schlechte Tage haben. Die Top6-Teams sind einfach außerhalb unserer Reichweite. Einen Platz im Viertelfinale können wir aber erreichen.

In der fünften Frage reden wir immer über Vorurteile. Deutsche lieben die dänische „hygge“ – in etwa: Gemütlichkeit. Wird sie dem dänischen Nationalteam weiterhelfen?

Staal: Oh yeah! Das kann ein großer Faktor werden. Dänen sind sehr hygge und gemütlich. Und Deutschland passt da, da gibt es viele Zuschauer und Bier. Deutschland ist da der perfekte Ort, um etwas Großes zu starten.

Wie wirst du die Weltmeisterschaft verfolgen?

Staal: Dieses Jahr werde ich mal vom Fernseher zuschauen. Leider war meine Saison heuer nicht so gut, weshalb ich nicht dabei bin. Dazu passe ich auf meinen kleinen Hund auf. Also: Heuer schalte ich das TV ein und schaue die Weltmeisterschaft.

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