Phil von Stefenelli hat sich vor 15 Jahren in die Geschichtsbücher eingetragen. Foto: City Press
Saison

„Mit Ingolstadt immer noch verbunden“

Phil von Stefenelli, erster Torschütze in der Saturn-Arena, im Gespräch…

Phil von Stefenelli hat sich vor 15 Jahren in die Geschichtsbücher eingetragen. · City Press

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Nach 2:16 ging die Strafbanktür der Gäste bereits zum zweiten Mal auf. Wenige Sekunden später kam auch Ken Sutton für die Panther wieder aus der Kühlbox zurück. Die Panther hatten nun in ihrem brandneuen Hexenkessel doppelte Überzahl. Phil von Stefenelli nutzte sie und traf nach 3:21 Minuten zum ersten Tor in der Geschichte der Saturn-Arena. Morgen feiert die Multifunktionshalle nahe des Klenzeparks ihren 15. Geburtstag. Wir haben mit dem ersten Torschützen von damals gesprochen.

Kurios: Von Stefenelli, der danach den Ingolstädter Medien Interviews gab, kann sich an das große Tor nicht mehr erinnern. "Das ist schon eigenartig. Man könnte meinen, dass ich mich an alle Tore erinnern könnte, denn ich erzielte in meiner Karriere nicht besonders viele", sagt von Stefenelli heute. Den Start in diese Saison hat der frühere NHL-Spieler, der damals frisch aus Hamburg nach Ingolstadt gewechselt war, freilich noch präsent. Es sollte aber trotz der fünf Auswärtsspiele zu Beginn eine gelungene Spielzeit werden. Die Panther kamen in die Playoffs und drangen in ihrer zweiten DEL-Saison dann bis ins Halbfinale vor!

Dabei räumten die Panther im Viertelfinale Nürnberg aus dem Weg, trotz 0:2-Serienrückstands. Von Stefenelli, ansonsten eher defensiv orientiert, traf im wichtigen dritten Spiel zum Sieg. Ein sehr emotionaler Moment und eines seiner Highlights. "Es gab in meiner Karriere zahlreiche Höhepunkte. Was Speziell war, war nach den Heimsiegen die Ehrenrunde (er kennt das deutsche Wort noch; die Redaktion). Ich habe es genossen, mit meiner Tochter die Runde mit der Mannschaft zu drehen. In meiner letzten Saison (2005/06, im ERC-Trikot; die Redaktion) bestritt ich mein 1000. Spiel als Profi. Das ist ein schöner Meilenstein."

Seit 2007 ist von Stefenelli Manager eines Fuhrunternehmens. Ein großer, nicht einfacher Umstieg zu seiner Spielerkarriere. Die Kontakte und täglichen Anforderungen sind andere. Mit den alten Kollegen ist er noch über die sozialen Netzwerke verbunden, Kontakt hat seine Familie mit der Familie Ken Suttons. Sie trafen sich auch mehrmals seit der Zeit in Deutschland.

"Was ich noch sagen möchte, und das klingt jetzt vielleicht kitschig: Die drei Jahren in Ingolstadt gehören zu den besten meiner Karriere und auch meines Lebens. Ich denke oft an diese Tage zurück und erinnere mich, wie gut uns die Leute behandelt haben. Zum Beispiel Steffi Praunsmändtl oder auch unsere Nachbarn, die Arndts und Schüpfers. Wir wohnten in Mailing und hatten eine enge Verbindung zur Nachbarschaft. Die älteste meiner drei Töchter begann damals mit dem Kindergarten. Die mittlere, Lucy, ist in Ingolstadt geboren - das ist ein weiterer Grund, warum ich immer noch eine Verbindung zu Ingolstadt verspüre." Und das nicht nur wegen des allerersten Tors in der Saturn-Arena.

15 Jahre Saturn-Arena

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie #saturnarena15. Die Saturn-Arena feiert beim morgigen Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg 15. Geburtstag. Dazu sind unter anderem eine Autogrammstunde mit früheren Stars, ein Retro-Trikot, eine Tombola und weiteres geboten. Tickets für den Jubiläumsspieltag sind unter https://eventimsports.de/ols/erc erhältlich.

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Phil von Stefenelli hat sich vor 15 Jahren in die Geschichtsbücher eingetragen. Foto: City Press
Phil von Stefenelli hat sich vor 15 Jahren in die Geschichtsbücher eingetragen. · City Press