ERC-Coach Doug Shedden spricht im Interview über den Stand der Vorbereitungen.
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Saison

"Sonntag wird ein großer Tag für uns"

Doug Shedden spricht im Interview über sein Fazit nach den Testspielen sowie den Fokus in der letzten Trainingswoche vor dem Start...

ERC-Coach Doug Shedden spricht im Interview über den Stand der Vorbereitungen. · Johannes TRAUB / JT-Presse.de

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Fünf Tage noch, dann heißt es endlich wieder DEL-Eishockey in der SATURN-Arena. Endlich wieder ERC!

Die letzten Trainingseinheiten vor dem Auftaktmatch gegen die Schwenninger Wild Wings wollen die Panther nutzen, um bestmöglich vorbereitet zu sein, wenn die Schwarzwälder den ERC am kommenden Sonntag (17 Uhr, live bei Magenta Sport) fordern. Wir haben uns mit Chefcoach Doug Shedden unter anderem über die Schwerpunkte der letzten Trainingswoche vor dem Start, sein Resümee nach den Testspielen sowie Neuzugang Mat Bodie unterhalten, der heute erstmals im Mannschaftstraining dabei war.

Doug, lass uns nochmal auf die Vorbereitungsspiele zurückblicken. Wie fällt dein Fazit nach den vier Testspielen aus?

„Ich glaube, dass wir in den beiden Heimspielen sehr gut gespielt und beide Partien dominiert haben. Das erste gegen Straubing hätten wir eigentlich gewinnen müssen. Bei den Tigers haben wir wahrscheinlich unser schwächstes Spiel gemacht, obwohl wir auch dort nicht allzu viel zugelassen haben. Immerhin hatten sie unter 30 Torschüsse und weniger als 14 Torchancen. Aber es war erst das zweite Spiel nach neun Monaten und die Jungs haben das in ihren Beinen gemerkt. Beim Auswärtsspiel in Augsburg haben wir eigentlich eine solide Leistung abgerufen, aber offensiv zu wenig generiert. Alles in allem bin ich nach diesen vier Spielen sehr zufrieden mit dem, was ich gesehen habe. Jetzt bekommen wir auch noch Mat Bodie ins Lineup. Er und Ellis sowie Wagner und Marshall werden unsere ersten beiden Verteidiger-Duos bilden. Und auch mit den Torhütern bin ich zufrieden. Garteig war am Freitag unser bester Spieler und auch Daws hat am Sonntag wirklich gut gespielt. Er hat sehr fokussiert agiert und bewegt die Scheibe sehr gut für einen Goalie. Ich denke, wir können uns darauf freuen, was wir für eine Mannschaft beisammen haben und wir in dieser Saison zu sehen bekommen.

Am Sonntag starten wir mit dem Heimspiel gegen Schwenningen in die Saison. Worauf liegt in den letzten Tagen vor dem Start der Fokus im Training?

Das ist einerseits nach wie vor die Arbeit an der Kondition, andererseits am System. Wir müssen dahin kommen, dass wir aufs Eis gehen und gar nicht mehr darüber nachdenken, was zu tun ist, sondern dass sich alles automatisch abspielt und man nicht erst überlegen muss, wo man zu stehen hat und was in gewissen Situationen deine Aufgaben sind. Daran werden wir weiterarbeiten. Und die Special Teams werden ein großer Faktor sein, worauf wir speziell gegen Ende der Woche nochmal vermehrt Zeit aufwenden wollen. Es gibt also schon noch genug, woran wir arbeiten können und müssen.

Wenn du den aktuellen Stand des Teams knapp eine Woche vor Saisonstart mit einer „normalen“ Vorbereitung vergleichen müsstest, wo würdest du sagen steht das Team aktuell?

Das ist schwer zu sagen. Wenn man acht, neun Monate keine Spiele absolviert, dauert es eine Weile, bis sich der Körper wieder an den Rhythmus aus Training und Spielen gewöhnt. Zudem haben sich die Jungs, die während der Off-Season viel auf dem Eis waren, beim „Sommerhockey“ einige schlechte Angewohnheiten angeeignet, die sie nun wieder ablegen müssen. (lacht) Ich denke, dass alle sich sehr darauf freuen, dass es jetzt wieder losgeht, weil lange nicht klar war, ob und wann es wieder losgeht. Deswegen ist der Sonntag ein großer Tag für uns.

Mit Mat Bodie ist heute auch der letzte Spieler ins Mannschaftstraining eingestiegen. Wie ist dein erster Eindruck von ihm?

Er ist ein sehr schlauer Spieler. Er macht vieles richtig und kann das Spiel erstklassig lesen. Mat bewegt die Scheibe super und weiß genau, wann er sich in die Offensive mit einschalten kann und wann nicht. Man kann also getrost sagen, dass er aus gutem Grund in vielen seiner ehemaligen Teams Kapitän war.

Apropos Kapitän: Steht bereits fest, wer die Panther in dieser Saison als Captain aufs Eis führen wird und wer als Assistent fungiert?

Noch nicht. Das werden wir dann Ende der Woche entscheiden. Am Donnerstag oder Freitag.

Ist er bereit am Sonntag aufzulaufen, obwohl er große Teile der Vorbereitung nicht absolvieren konnte?

Oh ja! Definitiv. Er ist mehr als bereit.

Sprechen wir noch kurz über den Auftaktgegner Schwenningen. Die Wild Wings konnten wegen mehrerer Corona-Fälle im Team gut zwei Wochen lang nicht trainieren. Wie hart trifft eine Mannschaft so etwas in der heißen Vorbereitungsphase vor dem Saisonstart?

Aus meiner Zeit als Spieler kann ich sagen, dass es sich für mich schon nach zwei Tagen, an denen ich nicht auf dem Eis sein konnte, angefühlt hat, als würde ich das Training-Camp nochmal von vorne beginnen. Daher kann ich mir ungefähr vorstellen, wie es sein muss, nach zwei Wochen rausgehen zu müssen und ohne viel Trainingseinheiten ein Ligaspiel zu bestreiten. Da wird sich bestimmt der eine oder andere Spieler noch etwas „rostig“ fühlen.

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ERC-Coach Doug Shedden spricht im Interview über den Stand der Vorbereitungen. · Johannes TRAUB / JT-Presse.de