
WM-Update mit Wagner und Storm
Fabio Wagner bestreitet mit der DEB-Auswahl ab heute die letzten Trainingseinheiten vor dem WM-Auftakt. · Deutscher Eishockey Bund
Am Samstag ist die deutsche Nationalmannschaft per Charterflug in Richtung Riga abgehoben. Mit an Bord im Flugzeug zur Eishockey-Weltmeisterschaft war auch Fabio Wagner. Vor den beiden vergangenen Turnieren 2018 und 2019 wurde der Panther-Kapitän unmittelbar vor der Weltmeisterschaft doch noch aus dem Kader gestrichen, diesmal ist er dabei. Doch Wagner ist nicht der einzige Panther, der in den kommenden Tagen für sein Land auf dem Eis stehen wird. Frederik Storm bestreitet für die dänische Nationalmannschaft bereits seine zehnte WM.
Wir werden in den kommenden zwei Wochen das Turnier begleiten und mit den beiden Panthern regelmäßig sowohl auf die aktuellen Geschehnisse als auch hinter die Kulissen dieser außergewöhnlichen Weltmeisterschaft blicken.
Für Wagner wird es – ganz im Gegensatz zu Storm - seine erste Eishockey-Weltmeisterschaft und damit tritt er auch in die Fußstapfen seines Vaters, der zweimal für Deutschland bei einem WM-Turnier dabei war.
Wagner vor dem Debüt
„Die Freude ist natürlich riesig. Es ist eine große Ehre und ich kann es kaum erwarten bis es endlich losgeht“, sagt Wagner, der darauf allerdings noch bis Freitag warten muss. Dann steht für die DEB-Auswahl die Auftaktpartie gegen Italien (15:15 Uhr/live auf SPORT1) auf dem Programm. Zunächst galt es für das Team die Einzelquarantäne nach der Einreise in Lettland hinter sich zu bringen. „Am Sonntag habe ich kurz mit Stormy (Storm; Anm. d. Autors) telefoniert. Er ist im gleichen Hotel wie wir. Ansonsten vertreibt man sich die Zeit mit lesen, TV oder Netflix schauen und Telefonaten mit der Familie. Das Hotelzimmer dürfen wir nicht verlassen. Frühstück, Mittag- und Abendessen werden vor die Tür gestellt“, erzählt Wagner, der am heutigen Dienstag die Einzelquarantäne mit dem Team beenden kann. Das erste Eistraining steht ebenfalls für heute auf dem Programm.
„Wir können uns noch nicht sehen und ich weiß nicht, ob sich das im Lauf des Turniers ändert. Bisher konnten wir jedenfalls nur per Facetime Kontakt haben“, erzählt Storm, der mit der dänischen Mannschaft am Sonntagabend in Riga ankam und seinem Teamkollegen bei den Panthern für sein erstes WM-Spiel auch etwas mit auf den Weg gab: „Er soll einfach das tun, was er immer macht. Seinem Spiel treu bleiben, seine Stärken ausspielen und das Turnier genießen. Auch wenn es dieses Mal anders werden wird, weil wahrscheinlich keine Fans im Stadion sind.“
Storms erste Partie bestritt er übrigens bei der Weltmeisterschaft 2011 in der Slowakei. „Mein erstes WM-Spiel war gegen Russland. Bei meinem allerersten Wechsel stand ich beim Bully Ilya Kovalchuk gegenüber, das hat schon Spaß gemacht, weil er damals einer meiner Lieblingsspieler war. Ich erinnere mich nicht mehr an das Ergebnis, aber wir haben das Spiel jedenfalls nicht gewonnen.“ (lacht)
Erster Einsatz noch unsicher
Während Deutschland bereits am Freitag ins Turnier einsteigt und am Samstagvormittag gegen Norwegen bereits das zweite Match bestreitet, geht es für die Dänen erst ab Samstag zur Sache. Die Skandinavier bestritten zuletzt drei Tests gegen die Norweger. Storm steuerte gleich in seinem ersten Testspiel gegen Norwegen einen Treffer bei, konnte seitdem aber verletzungsbedingt nicht mehr eingreifen. „Ich muss mich aktuell wieder an das Team heranarbeiten und hoffe, dass ich so schnell wie möglich ins Turnier eingreifen kann. Ich denke die ersten beiden Spiele werden noch zu früh kommen, wie es danach ausschaut, ist aktuell noch unsicher“, erzählt der Stürmer, der bei seiner „Jubiläums-WM“ unbedingt auf dem Eis stehen will. „Wir werden sehen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt.“
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